Gesellschaft
In ihrer ursprünglichen Heimat leben Degus in großen Familienverbänden. Deshalb sollten sie auch als Haustiere mindestens zu zweit gehalten werden. Einzelhaltung können sie nur schwer verkraften.
Am besten vertragen sich 2 gleichgeschlechtliche Tiere, die zusammen aufgewachsen sind. Weibchen kann man auch später noch ohne größere Probleme aneinander gewöhnen. Bei Männchen ist es etwas schwieriger, fremde Tiere zusammenzubringen, besonders wenn sie mit einem oder mehreren Weibchen zusammen gehalten werden. Da kommt es häufig zu schlimmen Beißereien.
Wer einen Degu hat, der einsam vor sich hin verkümmert, sollte es aber auf jeden Fall versuchen, ihn mit einem Partner gleichen Geschlechtes zusammen zu bringen. Man wird sehen, wie die Tiere richtig aufleben, wenn sie endlich wieder Gesellschaft haben.
Auch wenn die Tiere sich gegenseitig haben, brauchen sie die liebevolle Pflege ihres Besitzers. Je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, desto zahmer werden sie.
Futter
Wer nicht darauf verzichten kann, seinem Tier immer wieder Leckerbissen zuzustecken, sollte sich keine Degus anschaffen. Denn damit macht man seine Tiere krank oder bringt sie gar um. Degus dürfen auf keinen Fall zuviel energiereiche Nahrung bekommen. In freier Wildbahn fressen Degus so karge Kost, daß sie sich sogar von Rinde ernähren.
Hauptnahrungsmittel für Degus ist frisches Heu. Davon dürfen sie soviel fressen wie sie wollen und es sollte niemals fehlen. Außerdem sollte man ihnen ein Grundfutter zusammen stellen, das zu 50% aus Chinchillafutter und zu 50% aus Meerschweinchenfutter besteht. Karotten, gekochte Kartoffeln und Löwenzahnblätter ergänzen den Speiseplan. Um ihre Zähne abzunutzen brauchen die Degus immer etwas hartes Brot.
Sie fressen auch gern frische Zweige und Äste (möglichst von Obstbäumen) und härtere Grassorten.
Als Belohnung kann man ab und zu ein paar Sonnenblumenkerne oder eine halbe Erdnuß geben. Nahrungsmittel, die Zucker enthalten sind Gift für Degus. Die Tiere sind sehr anfällig für Diabetes. Deshalb dürfen sie auch NIEMALS Obst oder Rosinen bekommen.
Was nie fehlen darf ist frisches Wasser, das täglich gewechselt werden sollte. Hier empfehlen sich entweder Näpfe oder Flaschentränken, die man im Gitter einhängen kann.
Käfig
Degus rennen, spielen und klettern gern. Deshalb sollte der Käfig so groß wie möglich sein, und zwar eher hoch als breit, denn Degus wollen hoch hinaus. Egal ob bei einem Gitterkäfig oder bei einem Terrarium: für 2 Tiere sollte die Grundfläche mindestens 80 cm x 40 cm betragen. Ideal ist ein Gitterkäfig in den Maßen 80x40x100 cm. Hier kann man mit Brettchen noch zusätzliche Etagen einbauen. Die Unterschale sollte so geformt sein, daß sie den Nagetieren keine Ansatzstelle für die Zähne bietet, denn Degus nutzen jede Gelegenheit zum Nagen und befreien sich gern selbst aus dem Käfig.
Einrichtung
In den Käfig gehören zunächst ein bis zwei Futternäpfe und ein Wassernapf, bzw. eine Kleintiertränke. Teile aus Plastik werden nicht lange halten und schnell den kräftigen Zähnen der Degus zum Opfer fallen. Ein Schlafhaus ist nicht unbedingt nötig, da die Degus sich gern in einer ruhigen Ecke ein Nest bauen. Besonders gern mögen Degus ein Sandbad aus einer Mischung von Chinchillasand und Vogelsand.
Je geräumiger der Käfig, desto phantasievoller kann er natürlich eingerichtet werden. Ein oder zwei Bretter können als Etagen dienen. Zum Klettern lieben die Tiere Äste und Zweige (möglichst von Obstbäumen, Birke oder Weide). Achten Sie aber darauf, daß der Käfig nicht zu sehr vollgestopft wird. Degus brauchen am Boden auch Platz zum Rennen und Spielen.
Als Grundeinstreu empfiehlt sich die handelsübliche Kleintierstreu aus Sägespäne. Sie ist hygienisch und saugfähig.